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Spielbericht TSV Schlüsselfeld - DJK SC Vorra

18.04.2014 18:29
von Hofmann Jürgen
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Die ersten Minuten der Partie verliefen ganz nach dem Geschmack der Gastgeber. Bereits in der zweiten Minute feuerte Stürmer Stefan Fischer nach Zuspiel von Damian Rzedkowski einen Warnschuss in Richtung des Vorraer Gehäuses, hatte sein Zielrohr noch zu hoch eingestellt. Der gleiche Spieler war es auch, der sich wenige Minuten später auf der Außenbahn den Ball erkämpfte und den Ball scharf in die Mitte spielte, dort jedoch keinen Abnehmer fand. Im Anschluss an die folgende Ecke kam erneut Stefan Fischer zum Schuss, doch erneut flog das Leder über den Kasten von Gästekeeper Markus Brust. Bereits nach zehn Minuten musste Schlüsselfelds Spielertrainer Dominik Dempert umstellen, da sich Innenverteidiger Marc Leisgang nach einem unglücklichen Zweikampf verletzte und nicht mehr weiterspielen konnte. Für ihn rückte der offensive Damian Rzedkowski in die Innenverteidigung, während dessen Position von Johannes Ottenschläger eingenommen wurde. Die Partie verflachte nun zusehends, einerseits weil Schlüsselfeld im Offensivspiel nicht mehr besonders ideenreich agierte und andererseits weil Vorra geschickt das Tempo aus der Partie nahm. Die Gäste zogen sich weit zurück und ließen den Gegner kommen. Erst ab der Mittellinie suchten sie den Zugriff und machten hinten die Räume eng. Nach und nach kamen sie auch zu eigenen Offensivaktionen - und wie: Knapp 20 Minuten waren gespielt, als Vorra einen Freistoß aus halbrechter Positon zugesprochen bekam. Der stets agile Christoph Büttner, zuständig für die Standards, fand in dieser Szene mit seiner Flanke Matthias Brust, der seinen Gegenspieler aussteigen ließ und urplötzlich alleine vor Keeper Dominik Dempert stand. Der verkürzte jedoch blitzschnell den Winkel und konnte so mit einer starken Reaktion den Einschlag im eigenen Kasten verhindern. Auch in der Folge zog sich Vorra zurück und ließ den Tabellenführer einfach mal machen. Der spielte teilweise in Handball-Manier den Ball um den gegnerischen Strafraum herum, fand aber einfach kein Mittel, um das Bollwerk zu knacken. Die Aktionen verliefen zu behäbig, es war zu wenig Bewegung im Schlüsselfelder Spiel. Als alle bereits mit einem torlosen Remis zur Pause rechneten, wurde Kapitän Alexander Hofmann über die linke Außenbahn steil geschickt. Gästelibero Thomas Büttner unterschätzte den hohen Ball, so dass Hofmann das Leder an der Grundlinie erlaufen und sofort in die Mitte spielen konnte. Dort brauchte Eugen Berchdolt nur noch den Fuß hinhalten und zur Pausenführung für seine Farben vollstrecken.

 
Nach dem Seitenwechsel zunächst das gleiche Bild: Schlüsselfeld mit Ballbesitz, Vorra abwartend. Doch zeigten die Gastgeber mit zunehmender Spieldauer, warum sie ganz vorne in der Tabelle stehen. Gerade einmal fünf Minuten waren gespielt, als der Schlüsselfelder Peter Messingschlager seinen Stürmer Stefan Fischer auf Höhe des Strafraums flach anspielte. Dieser drehte sich geschickt um seinen Gegenspieler und zog ab. Diesmal hatte er sein Zielrohr korrekt eingestellt, der Ball schlug unmittelbar unter der Latte zum 2:0 ein. Gästetrainer Mathias Schramm beorderte nun mit Stefan Pflaum einen weiteren Spieler in den Sturm, um eigene Offensivaktionen zu stärken. Doch die Viererkette mit den starken Innenverteidigern Christopher Enk und Damian Rzedkowski ließ kaum Chancen für die Gäste zu. Es wurde deutlich, warum der TSV Schlüsselfeld bislang nur elf Tore kassiert hat. Vorra gab zwar zu keiner Zeit auf und versuchte, sich gegen die Niederlage aufzubäumen, doch leistete sich die Mannschaft zu viele Ballverluste im Spielaufbau, so dass es nach vorne kaum gefährlich wurde. Torszenen gab es nicht viele zu verzeichnen, so beispielsweise einen Freistoß von Johannes Ottenschläger, der aus knapp 20 Metern über den Querbalken des Vorraer Schlussmanns flog. Auf der anderen Seite forderten die Gästefans nach einem vermeintlichen Foul im Strafraum vehement Elfmeter, doch Schiedsrichter Unzeitig sah das anders und ließ die Partie wohl zuRecht laufen. Schlüsselfeld hatte nun alles unter Kontrolle, auch deshalb, weil bei den Gästen zusehends die Kräfte schwanden. Die endgültige Entscheidung in der Partie fiel in der 74. Minute: Stefan Fischer führte eine Ecke kurz aus, lief auf Höhe des Strafraumecks, wo er erneut angespielt wurde. Erneut zog er sofort ab, diesmal ein Flachschuss, der seinen Weg ins lange Eck bahnte. Auch diesmal gab es für Torhüter Markus Brust nichts zu halten. In den verbleibenden Minuten passierte nicht mehr viel, da Schlüsselfeld das Ergebnis clever verwaltete und auch Vorra nichts mehr für die Offensive tat.

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